Visionen sind keine Utopie

Wer kennt sie nicht, die Diskussion um unsere Stadt Dessau-Roßlau als Oberzentrum? Ich habe den Eindrucks, dass wir die Rolle, die wir selber spielen wollen, selbst unterlaufen, weil wir unsere Potenziale nicht nutzen. Wir sind in der Metropolregion Mitteldeutschland, aber woran merken wir das? Stellen Sie sich vor, sie könnten im Süden unserer Stadt in die Straßenbahn steigen und fahren zum Hauptbahnhof, steigen in den Zug nach Leipzig. Dort steigen sie in eine Straßenbahn und fahren nach Paunsdorf in ein Einkaufcenter, oder zur Arbeit. Das würde gehen, wenn die Stadt dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund MDV beitreten würde. Sicher kostet das auch einen Beitrag, wäre aber konsequent und im Sinne der Bürger, die auf den ÖPNV angewiesen sind. Manche müssten sich den Stress der Autobahn gar nicht antun. Auch wenn man mit der Stadt Leipzig reden würde, in Dessau-Roßlau Häuser nicht abzureißen, sondern zu sanieren und dafür in Leipzig nicht immer mehr neue Flächen zu versiegeln, um Wohnungen zu bauen, um den stetigen Zuzug nach Leipzig zu ermöglichen. Das wäre ein erlebbarer Effekt, was eine Metropolregion ausmachen könnte. In unserer Stadt hat sich der Stadtumbau sehr zulasten der Urbanität unserer Stadtquartiere ausgewirkt, besonders am Leipziger Tor. Das muss aufhören.

Wir möchten Dessau-Roßlau nicht nur im Land, sondern auch in der Metropolregion Mitteldeutschland mehr Gewicht verleihen. Wir haben nicht nur eine einzigartige Dichte an Kultur und einer landschaftlich einzigartigen Umgebung. Wir bauen neue Kindergärten, haben noch ein ausgewogenes Netz an Schulen und könnten mit der Hochschule Anhalt, dem UBA und dem Bauhaus auch ein Ort der Wissenschaft und der Kreativität sein, der junge Menschen anzieht.

Für die Linke ist das fester Bestandteil unserer Programmatik.

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